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05. Mär. 2012

Ressourcenschonung kontra Wachstum

Die Erste Deutsche Nachhaltigkeitskonferenz Logistik lies aufhorchen. Die Beteiligten lagen teilweise im Clinch miteinander. Kundenwünsche, Kostenaspekte und der Wunsch ein modernes, nachhaltiges Image zu transportieren, beschäftigt die Logistiker der nun anbrechenden post-fossilen Infrastruktur.

Auf den Punkt bringt es die erste gestellte Frage: „Wie man auf Wachstum setzen kann, wenn dieses gegen die unterzeichneten Emissionssenkungsziele arbeitet?“ In Krisenzeiten ist der Mensch auf Wachstum gepolt - mehr ist mehr und viele Nationen streben nach einem gesicherten Lebensstandart. Daraus ergibt sich automatisch Wachstum. „Die Verkehrspolitik darf nicht allein den Klimaschutzanforderungen unterworfen werden.“ warf der Staatssekretär politisch inkorrekt in die Runde. Klar ist, dass sich das Transportgewerbe an die Produktion und somit auch der Nachfrage anlehnt. Produziert wird aber nunmal in Ländern, welche einen erhöhten Transportaufwand bedeuten.

Nachhaltig wirtschaften bedeutet, den Bestand der Firma zu sichern, die Umwelt nicht zu gefährden und dem Mitarbeiter ein sozialverträgliches Arbeitsleben zu ermöglichen. Dass es innerhalb dieser Dreierkombination zu Zielkonflikten kommt, ist unvermeidlich.

Der Kunde gibt die Richtung vor. Auch die Deutsche Bahn ist schon vor langem auf den Zug der Nachhaltigkeit aufgesprungen. „Der Kunde treibt uns in die grüne Richtung. Heute sind neue Produkte und innovative Lösungen gefragt. Dieser Entwicklung müssen wir uns anpassen. Auch der Wettbewerb unter den Verkehrsträgern begünstigt nachhaltiges Engagement. Die verschärften Abgasrichtlinien der Politik tun das Übrige“, erklärt Ulrich Ostermayer, Leiter Strategie Umweltschutz bei der Deutschen Bahn.

Am Ende der Nachaltigkeitskonferenz zwei wesentliche Thesen. Engagement für Nachhaltigkeit kommt nicht nur der Umwelt und Menschen zugute, sondern vor allem den Firmen selbst. Effizienzsteigerungen senken Kosten und erhöhen die Produktivität. Klimaschutzmaßnahmen tragen zu einem besseren Image und einer größeren Wettbewerbsfähigkeit bei. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack: Wenn es darauf ankommt, bleibt Nachhaltigkeit zweitrangig.

[ Quelle: dvz.de ]

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