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17. Sep. 2013

DB Schenker: Branchen statt Verkehrsträger

Bahntochter strukturiert sich nach fünf Branchen um, darunter Konsumgüter.

Die Schenker Deutschland AG, Kelsterbach, hat ihre Organisation auf Vertriebs- und operativer Ebene neu strukturiert. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat die Bahntochter fünf sogenannte „Vertical Markets“ eingeführt, die sich quer durch alle Geschäftsbereiche ziehen. Sie orientieren sich an den Branchen Konsumgüter, Automotive, Industrial, Semicon/Solar und Baumarkt/DIY. Vertreter des neuen „Vertical Market Consumer“ stellten das Konzept Mitte September 2013 auf dem ECR Tag, dem Branchentreff der Konsumgüterindustrie, in Stuttgart der Presse vor.

Künftig will DB Schenker demnach verkehrsträgerübergreifende Branchenlösungen anbieten, mit denen sich Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette optimieren lassen – von der Beschaffung über die Produktion und die Distribution bis hin zu Retouren und dem Reparaturmanagement. Im Konsumgüterbereich reicht die Bandbreite bis hin zum Point of Sale oder dem Instore Service im Outlet. Ausgeklammert sind in diesem Bereich vorerst frische und gekühlte Lebensmittel. Zunächst soll das Konzept in Zentraleuropa ausgerollt werden.

Um die Warenströme der Kunden bedarfsgerecht zu bündeln, hat DB Schenker Logistics spezielle Cross Docking Center eingerichtet. Dort gehen die sortenreinen Lieferungen verschiedener Hersteller ein und werden zu filialgerechten Mischlieferungen konsolidiert – inklusive Displaybau, der Zusammenstellung der Produktvarianten und der versandgerechten Verpackung. Beim Vendor Managed Inventory hat der Logistikdienstleister die Bestände der Verkaufsregale stets im Blick und schickt neue Ware los, bevor sie zur Neige gehen.

In wirtschaftsstarken Regionen unterhält DB Schenker sogenannte Multi-User-Standorte, an denen die Aktivitäten mehrerer Kunden gebündelt werden. Laut Detlef Kurzbuch, Leiter Zentrale Logistics Development & Strategy der Schenker Deutschland AG, will das Unternehmen weitere Logistikzentren entlang der „Banane“ errichten. Ziel ist eine Quelle-Senken-Bündelung für den Handel. Aktivitäten seien etwa im Raum Köln, Duisburg, Hamburg und München geplant.

In den Vertical Markets arbeiten bei DB Schenker Logistics künftig Fachleute aus verschiedenen Disziplinen in integrierten Teams zusammen. „Durch die Umstrukturierung können wir nun kostengünstiger produzieren, denn wir haben weniger Overheads und geringere Transaktionskosten“, sagte Kurzbuch beim ECR Tag in Stuttgart gegenüber LOGISTIK HEUTE. Dennoch habe man im Zuge der Umstrukturierung Mitarbeiter aufgebaut, allein im Konsumgüterbereich seien es 15 Personen. Dabei handele es sich größtenteils um erfahrene Branchenexperten aus Logistikdienstleistung, Handel, Industrie oder Beratung. Ein Beispiel: Die geschäftsbereichsübergreifende Schnittstelle „Vertical Market Consumer“ managt seit Kurzem Oliver Püthe, der für seinen neuen Job von DHL zu DB Schenker gewechselt ist.

[ Quelle: logistik-heute.de ]

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