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10. Okt. 2015

Oberösterreichs Logistikbranche zeigt Innovationsgeist

Fachgruppenobfrau Josefine Deiser: „Wir müssen verhindern, dass der Logistikstandort Österreich weiter an Terrain verliert!“

Die Logistikbranche braucht auch eine Innovationsoffensive, um die Herausforderungen zunehmender Digitalisierung und den immer stärker spürbaren Fachkräftemangel zu meistern. „Physical Internet“, das Internet der Dinge, soll den Erwartungen der Industrie folgend (Industrie 4.0) Warenströme revolutionieren.

„Als Dienstleister müssen wir mit Logistik 4.0 eine passende Antwort dafür parat haben, die in einem Forcieren von Netzwerken innerhalb der Branche sowie entlang der Wertschöpfungsketten durch Öffnung und Vernetzung von Geschäftsprozessen und -modellen liegen kann“, verkündet die Obfrau der Fachgruppe Spedition Logistik der WKO Oberösterreich, Josefine Deiser, im Vorfeld der Fachgruppentag am 7. Oktober im ÖBB Terminal Wels.

Deshalb wurde dem Logistikum der Fachhochschule Steyr ein Studienauftrag erteilt, um zu ermitteln, wie über neutrale Logistikplattformen der Weg zu Wachstum und nochmaliger Effizienzsteigerung im Rahmen von Logistik 4.0 führen kann.

Im Tagesgeschäft ist die Logistikbranche derzeit mit schwierigen Konjunkturbedingungen konfrontiert. Österreich büßt als Logistikstandort in internationalen Standortrankings, wie etwa dem Logistik Performance Index (LPI), spürbar an Terrain ein. Zudem verzeichnet die heimische Wirtschaft aktuell kaum Wachstum. Das bremst auch die Auftragsbestände, Preiserwartungen und Geschäftsentwicklung in der Logistikbranche. „Wir brauchen deshalb dringend einen Belastungstopp sowie starke Innovationssignale, damit sich die Logistikbranche wieder entfalten kann“, appelliert Josefine Deiser.

Dringenden Handlungsbedarf ortet die Sprecherin der oberösterreichischen Logistikbranche bei der Rechtssituation rund um die Haftung von Spediteuren im Rahmen der Fiskalverzollung. So haftet ein heimischer Spediteur — anders als etwa im benachbarten Deutschland — im Verfahren 4200 bei innergemeinschaftlichen Anschlusslieferungen, wenn ein Kunde im Ausland die notwendigen Steuern nicht entrichtet, obwohl der Spediteur darauf im Regelfall keinerlei Einfluss hat. Bisher wurde das Verfahren 4200 von ausländischen Unternehmen rege genützt, wegen des Risikos aufgrund der untragbaren und in konkreten Fällen sogar Existenz bedrohenden Haftungssituation ziehen sich heimische Logistiker aus derartigen Angeboten aber mehr und mehr zurück, was zum Entfall von Umsätzen, Wertschöpfung und Arbeitsplätzen führt.

[ Quelle: http://wko.at/ooe/spediteure ]

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