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24. Apr. 2014

Einwanderungsstopp: Verlässt Kühne die Schweiz?

Hamburger Logistik-Milliardär kritisiert Ausländer-Votum.

Wenn neue Mitarbeiter der Kühne + Nagel International AG (K+N) nicht mehr zum Schweizer Hauptsitz ziehen dürfen, könnte Firmenchef Klaus-Michael Kühne Teile der Zentrale in andere Länder verlegen. Das sagte der Logistik-Milliardär in einem Interview der „Welt am Sonntag“ (Wams).

Damit bezieht er Position zu der im Februar per Volksabstimmung beschlossenen Einwanderungsinitiative der Eidgenossen. Wenn sie wie geplant in drei Jahren in Kraft treten sollte, dürfen EU-Bürger nicht mehr ohne Weiteres in die Schweiz umziehen.

Kühne hofft, dass sich die Europäische Union und der Alpenstaat bis dahin noch auf einen Kompromiss verständigen. „Heute ist der Ausländeranteil von fast 30 Prozent in der Schweiz schon sehr hoch. Die totale Freizügigkeit ist aber ebenso übertrieben wie eine Abschottung“, sagte er im Wams-Interview. K+N brauche Top-Manager aus vielen Ländern. Derzeit beschäftige das Unternehmen am Schweizer Firmensitz Schindellegi mehrheitlich Manager aus dem Ausland.

Rückenwind bekommt Kühne von Martin Wipfli (FDP), Gemeindepräsident des Dorfes, in dem sich die Kühne + Nagel-Zentrale befindet. „Gerade internationale Unternehmen müssen die Mitarbeiter holen dürfen, die sie brauchen“, sagte er dem Magazin „Focus Online“.

Sollte die neue Regelung greifen, befürchtet der stellvertretende Finanzchef der Gemeinde aber keine existenziellen finanziellen Nöte: „Nur zehn Prozent unserer Steuereinnahmen kommen von juristischen Personen“, betonte er. Wichtiger als die Unternehmenssteuer seien jedoch die Erhaltung von Arbeitsplätzen und der von K+N profitierenden Logistikdienstleister und Lieferanten in der Region.

[ Quelle: logistik-heute.de ]

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