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13. Nov. 2017

Mehr Gewicht für die Schlüsselbranche Logistik

ZV Spedition & Logistik: "Für den kapitalintensiven Logistiksektor sind zukunftsfeste Rahmenbedingungen besonders wichtig!"

Mag. Wolfram Senger-Weiss, Präsident des Zentralverbandes Spedition & Logistik, macht anlässlich der derzeit laufenden Regierungsverhandlungen einmal mehr auf die zentrale und oft unterschätzte Rolle der Logistik aufmerksam: „Die kommende Bundesregierung sollte der Schlüsselbranche Logistik mehr Gewicht zukommen lassen. Am besten durch eine Festlegung im nächsten Regierungsprogramm. Die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Logistik ist entscheidend für die die exportorientierte österreichische Wirtschaft“, appelliert er in einer Aussendung.

Akuten Handlungsbedarf sieht Wolfram Senger-Weiss beim Thema Logistikflächen. Hier sollte ein kleines Land wie Österreich bundesweit planen und Flächen reservieren. Ansonsten drohe als „worst case“ Transit statt Wertschöpfung.

Die Rolle als Logistikstandort für gesamt Zentral-, Südost- und Osteuropa müsse gestärkt und ausgebaut werden um damit den heimischen Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten und Beschäftigung und Wachstum im Inland zu erzielen. Das Thema Asienverkehre sei eine historische Chance, die es zu nutzen gilt. Länder wie Deutschland, die Niederlande und Ungarn hätten das Potential längst erkannt und würden sich aktiv einbringen und bereits partizipieren.

Als visionäres Projekt und einmalige Chance für den heimischen Standort sieht der Zentralverband Spedition & Logistik dabei konkret die Verlängerung der Asien-Zentraleuropa-Breitspurbahn nach Österreich und den Bau eines damit verbundenen Terminals. Ergänzend dazu sollte sich die nächste Bundesregierung verstärkt in das neue Seidenstraßenprojekt (OBOR – One Belt One Road) einbringen um strategische Vorteile für unseren Handelsstandort aktiv mitzugestalten.

Der Geschäftsführer des Zentralverbandes Spedition und Logistik, Mag. Oliver Wagner, verweist beim Thema Logistik auf die schon bisher wichtige Rolle der Bundesregierung, im speziellen des Verkehrsministeriums: „Generell sollten Planungen, Weiterentwicklungen und Investitionen in einem Dialogprozess zwischen öffentlicher Hand und Stakeholder der Logistikwirtschaft gemeinschaftlich weitergeführt und vorangetrieben werden. Die vom Arbeitsausschuss Logistik im Verkehrsministerium beauftragte Dachmarke zum Logistikstandort Österreich muss zukünftig auch politisch aktiv unterstützt und rasch umgesetzt werden. “

Die 11.000 Unternehmen der Logistikbranche beschäftigen unmittelbar 160.000 Personen und erzielen laut einer Studie des Industriewissenschaftlichen Institutes (IWI) einen Umsatz von 34 Mrd. Euro pro Jahr.

[ Quelle: www.spediteure-logistik.at ]

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