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15. November 2018

Logistik setzt auf Roboter

Im Arbeitsleben sind immer mehr so genannte Service-Roboter im Einsatz. Wachstumstreiber sind dabei die Logistik- sowie die Medizinbranche.

Nach Angaben der International Federation of Robotics (IFR) ist der Umsatz mit Service-Robotern für den professionellen Einsatz um 39 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar oder rund 5,8 Milliarden Euro gestiegen. Die Gesamtzahl der verkauften Einheiten stieg in diesem Segment im vergangenen Jahr um 85 Prozent.

Am stärksten nachgefragt sind demnach professionelle Service-Roboter in der Logistik: Sie haben der laut dem aktuellen „World-Robotics-Report“ der IFR einen Anteil von 63 Prozent der verkauften Einheiten und 36 Prozent des Umsatzwertes. Im Jahr 2017 wurden demnach 69.000 Logistiksysteme installiert, 162 Prozent mehr als im Vorjahr (2016: 26.300 Einheiten). Dabei wurden 6.700 fahrerlose Transportsysteme in Produktionsumgebungen eingesetzt und 62.200 außerhalb des produzierenden Gewerbes installiert. Der Umsatzwert mit Logistiksystemen wird auf rund 2,4 Milliarden US-Dollar oder 2,1 Milliarden Euro geschätzt – ein Plus von 138 Prozent gegenüber 2016.

Die Aussichten für Serviceroboter bleiben laut IFR positiv – nicht zuletzt als ein primäres Aktionsfeld für Start-ups. „Bei der Umsatzprognose 2018 bis 2021 erwarten wir für das Professional-Service-Segment ein kumuliertes Volumen von rund 46 Milliarden US-Dollar“, sagt Gudrun Litzenberger, Generalsekretärin der IFR. Roboter für Medizin, Logistik und Field-Services – hier besonders Melkroboter – seien dabei die wichtigsten Wachstumstreiber. Positiv auch, dass bei Service-Robotern europäische Hersteller eine wichtige Rolle auf dem Weltmarkt spielen: Rund 300 der inzwischen mehr als 700 registrierten Unternehmen, die Service-Roboter liefern, kommen laut dem Berichte aus Europa.

Im Vergleich zum privaten Sektor steckt der professinelle Einsatz von Service-Robotern aber noch ganz am Anfang: Laut IFR wurden 2017 fast 6,1 Millionen Roboter für Aufgaben im Haushalt wie beispielsweise Staubsaugen, Rasenmähen, oder Fensterputzen verkauft.

[Quelle: www.eurotransport.de]

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STEYR. 17 Studenten haben für das neue Studium „Digitales Transport- und Logistik-Management“ (DTLM) an der FH Steyr inskribiert. „Es geht darum, durch die Digitalisierung der Logistik nachhaltige Konzepte zu entwickeln“, sagt Studiengangsleiter Oliver Schauer.

In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Logistik sowohl als Disziplin als auch in ihrer Bedeutung für die unternehmerische Praxis radikal verändert. Logistik steht im Zeitalter der Digitalisierung neuen Herausforderungen hinsichtlich Liefertreue, -flexibilität oder Nachvollziehbarkeit zum aktuellen Bestellstatus gegenüber. Im Angesicht dieser steigenden Anforderungen ist die nachhaltige Gestaltung von Logistik unabdingbar.

Rüstzeug für Logistik der Zukunft

Im Fokus des neuen Studiums steht aber weit mehr als nur höhere Transparenz und Lieferfähigkeit: „Es geht darum, durch die Digitalisierung der Logistik nachhaltige Konzepte, wie das Physical Internet, zu entwickeln“, betont Studiengangsleiter Oliver Schauer. Durch intelligente Systeme in der Transport-Umschlag-Lager-Logistik (TUL-Logistik), könnten künftig Waren mithilfe standardisierter Transportbehälter in Analogie zum digitalen Internet, sich optimale Wege durch das Verkehrsnetzwerk suchen.

Günstiger und umweltschonender

Das heißt Produkte suchen sich künftig selbst den optimalen Weg durch das Logistiknetz und nutzen dessen Kapazitäten ökologisch als auch ökonomisch bestmöglich. „So wird es möglich sein, dass das System einen LKW mit freiem Laderaum zu einem Unternehmen routet, das genau diesen freien Laderaum füllen kann“, erläutert Schauer. Genau hier setzt das neue, viersemestrige technisch-wirtschaftliche Masterstudium an. Es vermittelt neben interdisziplinären Fachkompetenzen im Bereich der Digitalisierung der TUL-Logistik vor allem auch Leadership-, Management-, Sozial- und interkulturelle Kompetenzen.

Gefragtes Know-How

„Die Logistik ist als Querschnittsfunktion in sehr vielen Branchen relevant. Die umfassenden, ausgewogenen Ausbildungsinhalte unseres Studiengangs ermöglichen den AbsolventInnen ein breites Tätigkeitsfeld“, sagt Schauer. Mit dem neu eröffneten Innovationszentrum Alpha Retail Network„ in Eberstalzell, steht die Hofer KG dem Studiengang DTLM für Unternehmensprojekte, Praktika und Abschlussarbeiten zur Verfügung. Mit dieser Kooperation ist die FH OÖ Fakultät für Management europaweit Vorreiter in diesem Sektor.

[Quelle: www.tips.at]

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Fachverband Spedition und Logistik begrüßt die Einführung des Lehrberufs „Speditionskaufmann“ in Serbien

Wien (OTS) – In der Kooperation österreichischer Speditionsunternehmen mit serbischen Niederlassungen gibt es einen neuen Meilenstein: Vor kurzem wurden im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, WKO-Vizepräsidenten Richard Schenz und dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić die ersten Lehrverträge des neu in Serbien eingeführten Lehrberufes Speditionskaufmann offiziell unterschrieben.

„Österreichs duale Ausbildung ist ein gefragtes Exportgut und der Bedarf an qualifizierten Fachkräften steigt in ganz Europa. Der neue eingeführte Lehrberuf in Serbien ist somit ein wichtiger Schritt zur Schaffung von Fachkräften für Speditionsunternehmen,“ freut sich Alfred Schneckenreither, Obmann des Fachverbandes Spedition und Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Schneckenreither wertet dies auch als Erfolg des Fachverbands: Die Anstrengungen, die der Fachverband Spedition und Logistik in die Weiterentwicklung des Berufsbildes und in die Lehrinhalte an den Berufsschulen investiert hat, haben die österreichischen Unternehmen so sehr überzeugt, dass sie diesen hohen Ausbildungsstandard auch in ihren Auslandsniederlassungen einführen wollten, so der Fachverbandsobmann.

25.000 Jobs und fast 1000 Ausbildungsplätze

Der Fachverband Spedition und Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt die Interessen der rund 1.800 österreichischen Spediteure. Diese leisten einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand in Österreich: Durch die Speditionsbranche werden rund 25.000 Arbeitsplätze geschaffen, wovon 975 Lehrlinge sind.

[Quelle: www.ots.at]

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Der Interessenverband der heimischen Logistiker ist alarmiert: Im vorgelegten Strategievorschlag der EU-Kommission zur Seidenstraße fehle geplante Breitspurbahn-Verlängerung aus der Slowakei nach Wien.

Die EU-Kommission hat durch EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Verkehrskommissarin Violeta Bulc unter dem Titel „Europa und Asien verbinden – Bausteine für eine EU-Strategie“ einen gemeinsamen Strategievorschlag vorgelegt, der erstmals eine europäische Position zum Thema Seidenstraße erkennen lässt. Der Vorschlag strebt die Zusammenführung der Verkehrs-, Daten- und Energienetze sowie von Bildungs- und Kulturbereichen zwischen den beiden Kontinenten auf Basis von EU-Umwelt- und Sozialstandards und international anerkannten Regeln an. Im Transportbereich wird insbesondere die Vernetzung des Transeuropäischen Transportnetzwerkes (TEN-T) mit den asiatischen Netzen angeregt.

Der Zentralverband Spedition & Logistik urgiert in diesem Zusammenhang, dass in dem gemeinsamen Papier die geplante Breitspurbahn-Verlängerung aus der Slowakei nach Wien unerwähnt bleibt. „Aus österreichischer Sicht ist das bedenklich. Dieses Projekt würde Österreich zum zentralen Logistik-Knotenpunkt in Zentral- und Osteuropa machen, mit allen damit verbunden Vorteilen für den Wirtschaftsstandort“ heisst es in einer Aussendung Wolfram Senger-Weiss, Präsident des Zentralverbandes Spedition & Logistik: „Es war höchste Zeit und ist sehr erfreulich, dass sich die Europäische Union des Projekts Seidenstraße annimmt. Das ist aber nur ein erster Schritt. Jetzt muss das Thema zügig in die Mitgliedsstaaten getragen werden. Insbesondere muss sich die österreichische Regierung darum kümmern, dass Handelsströme und Wertschöpfung nicht an Österreich vorbeifließen.“

Der Zentralverband Spedition & Logistik hat wiederholt eine europäische und eine österreichische Strategie zum Projekt Seidenstraße gefordert. Als zentrales Ziel wurde dabei die Verlängerung der Breitspurbahn von der Slowakei nach Österreich, die damit verbundene Schaffung eines Logistikzentrums im Großraum Wien-Niederösterreich-Burgenland und die bessere Anbindung an wichtige Südhäfen formuliert. So könnten die Potenziale dieses außerordentlichen Wirtschaftsprojektes genützt werden, das von Seiten Chinas mit Investitionen von geschätzten 1,3 Billionen US-Dollar forciert wird. Der aktuelle Vorschlag der EU-Kommission wird im nächsten Schritt vom Europäischen Parlament und von den Außenministern der Mitgliedstaaten behandelt. Zudem soll er im Rahmen des Asien-Europa-Treffens am 18. und 19. Oktober in Brüssel den Vertretern der asiatischen Staaten vorgestellt werden.

[Quelle: www.industriemagazin.at]

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22. September 2018

Digitalisierung in der Logistik

Die Logistikbranche erkennt die Digitalisierung als große Chance, es besteht aber teilweise noch Unsicherheit darüber, wie sich die digitale Transformation genau auswirken wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Münchener Schunck Group.

Die Digitalisierung hat die Logistikbranche in Deutschland voll erfasst. Die große Mehrheit der Logistikunternehmen in Deutschland plant zukünftig digitaler zu arbeiten. Als Gründe dafür wurden die eigene Zukunftssicherung, die Prozesseffizienz, die gestiegenen Anforderungen seitens der Kunden sowie der Wettbewerbsdruck genannt. Überraschend ist, dass 37 Prozent der Befragten nicht planen zukünftig digitaler zu arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Auswirkungen der Digitalisierung für die Logistikbranche“die die Schunck Group durchgeführt hat.

Weg von der Zettelwirtschaft

Die Branche will weg von der Zettelwirtschaft und papierlos und digital arbeiten. Die Umstellung auf das „papierlose“ Büro ist für die Vielzahl der Befragten die größte Herausforderung in Bezug auf digitales Arbeiten. Fast 50 Prozent der Unternehmen gaben an, dass ihre Kunden dieses wünschten und rund 54 Prozent planen bereits konkrete Schritte in diese Richtung. Als größte Herausforderung von allen sieht die Logistikbranche allerdings ein analoges Thema: Den Fahrermangel. Dieser ist und bleibt auch in naher Zukunft aus Sicht der Studienteilnehmer die größte Aufgabe, der sich die deutschen Speditions- und Logistikunternehmen stellen müssen.

Sichere Arbeitsplätze trotz Digitalisierung

38 Prozent der deutschen Logistikunternehmen erhoffen sich Einsparungen durch die Digitalisierung. Diese Einsparungen werden aber nicht durch Arbeitsplatzabbau erreicht, denn lediglich 2,5 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass die Digitalisierung zum Abbau von Arbeitsplätzen führt. „Das zeigt, dass die Logistikbranche die Digitalisierung als Chance erkannt hat und für die digitalen Herausforderungen gerüstet ist. Andere Branchen sind da deutlich pessimistischer“, ergänzt Wicke.

Gleichwohl herrscht noch große Unsicherheit darüber, wie sich die Digitalisierung auf ihre Arbeitsweise auswirken wird – mehr als die Hälfte der Unternehmen kann dies (noch) nicht abschätzen. 25 Prozent geben an, die Anforderungen, die Ihre Kunden im Hinblick auf die Digitalisierung an sie stellten, nicht konkret benennen zu können.

[Quelle: www.it-zoom.de]

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Bisher werden Transportbegleitpapiere, Frachtbriefe und Zolldokumente von Transport- und Logistikunternehmen noch in Papierform, über E-Mail- und Clouddienste sowie auf Frachtbörsen ausgetauscht. Das ist nicht fälschungssicher – und aufgrund der unterschiedlichen Software auch fehleranfällig. Das soll das Projekt Hansebloc durch die Blockchain-Technologie nun nachhaltig ändern.

Zuverlässige Übermittlung von Informationen

Bei Transport und Logistik ist die zuverlässige Übermittlung von Informationen entscheidend für eine reibungslose Abwicklung des Warenverkehrs. Dazu existieren zwar viel Softwareprodukte und Schnittstellen, aber kaum einheitliche Standards, sodass die Interoperabilität nicht optimal ist. Das führt zu Fehlern und ermöglicht Manipulationen.

Per Blockchain können Informationen fälschungssicher und einheitlich ausgetauscht werden. Anders als bei einer zentralen IT-Plattform werden dafür identische digitale Urkunden dezentral an verschiedenen Punkten in einem Netzwerk ablegt. Dadurch entsteht eine verteilte Datenbank, an der Änderungen nur mit dem Konsens des gesamten Netzwerks möglich sind.

Im Rahmen des Projekts Hansebloc soll auf diese Weise der sichere elektronische Austausch von Frachtbriefen gewährleistet werden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Stand-alone-Lösung, sondern um eine Verknüpfung bestehender Speditions- und Transportmanagementsysteme mit der Blockchain. Der Vorteil: Datenverluste bedingt durch Medienbrüche werden beseitigt, automatisierte organisationsübergreifende Prozesse werden ermöglicht und die Manipulationsfreiheit und Vertrauenswürdigkeit der Informationen wird sichergestellt.

[Quelle: www.it-zoom.de]

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Das Ziel des EU-Förderprojekts Nextrust ist es, die Umwelt durch nachhaltige Beförderungsmethoden zu entlasten. Die Idee dahinter: vertikale und kartellrechtskonforme horizontale Kooperationsnetzwerke zwischen Verladern, Händlern und Spediteuren. Wie das funktioniert und wie Einsparpotentiale für Umwelt und Kosten gehoben werden können, zeigen derzeit rund 40 Pilotprojekte in vier Kategorien.

GS1 Germany holte Chep und Pooling Partners als weitere Akteure dazu und stellte sich mit seinen Partnern – dm-drogerie markt, Edeka, Henkel, Mars und Rigterink – die Frage: Wie können Leerfahrten bei der Anlieferung sowie Abholung leerer Paletten vermieden werden? Die Betrachtung der Ist-Situation zeigte, dass keine terminliche Koordination zwischen der Abholung von Leergut und der Lieferung von Waren stattfindet: Der Poolingprovider liefert leere Ladungsträger zum Verlader. Nach Übergabe fährt der Lkw leer zur nächsten Abholung. Nachdem der Spediteur die Ware beim Händler abgeladen hat, fährt er leer zum nächsten Kunden. Anbieter von Pooling-Diensten holen leere Paletten von den Distributionszentren des Einzelhandels ab. Dafür fahren sie leer zur Laderampe. Laden die Lkw die Ladungsträger anschließend lediglich ab, fahren sie anschließend leer weiter.

Die Folge: Leerfahrten über Leerfahrten, die unnötig Treibhausgase verursachen, Ladekapazitäten verschwenden und die Straßen belasten. Schaut man sich jedoch die vielen Transportwege an, stellt man entgegengesetzte Richtungen fest – beste Voraussetzungen für einen Roundtrip.

30 Tonnen weniger Treibhausgase

Mit der Kombination von Güter- und Leergutprozessen sowie der Kooperation von Herstellern, Händlern, Spediteuren und Dienstleistern für das Pooling von Ladungsträgern können Synergien gehoben werden. Voraussetzung dafür ist ein einwandfreies Kooperations-Set-up und ein gemeinsames Verständnis. Hier greift der Kern des Nextrust- Geschäftsmodells. Die neutralen Treuhänder, sogenannte Trustee, die für die Projektpartner gesetzeskonforme und kartellrechtlich einwandfreie Rahmenbedingungen schaffen.

Gemeinsam mit Rechtsberatern stehen die Trustee im Zentrum des Geschehens und eruieren, welche Informationen wirtschaftlich sensibel sind und nicht zwischen den Partnern ausgetauscht werden sollten – oder welche unkritisch sind und von den Partnern kommuniziert werden können. In dem sechs Wochen dauernden Piloten übernahm GS1 Germany diese Rolle und stellte kartellrechtliche Compliance sicher, analysierte die Daten der Transporte aller Partner und koordinierte den Informationsfluss zwischen den beteiligten Unternehmen.

Senkung der Verwaltungskosten

Nach Pilotabschluss zeigten sich die Partner zufrieden ob der große Potenziale. Das sind zum Beispiel eine bessere Auslastung der Transportkapazitäten, eine Reduktion der Laderampenkontakte bei Händlern und Lagern, eine langfristige Senkung der Verwaltungskosten sowie Vorteile durch Bündelung in der Beschaffung. Last but not least könnten 25 Prozent der Leerfahrten und damit etwa 30 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Der Kalkulation liegen 130.000 durchschnittlich gefahrene Kilometer je Lkw bei durchschnittlichen Tourenlängen von 300 Kilometern, ein Benzinverbrauch von 30 Litern je 100 Kilometer und eine Treibhausgasemission von 95 Kilogramm je 100 Kilometer zugrunde. Die Berechnung der Treibhausgasreduktion erfolgte gemäß EN 16258 Norm.

[Quelle: www.eurotransport.de]

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Der Handelskonflikt mit den USA zeigt bislang keine Auswirkungen auf die Auslastung der Transportunternehmen in Europa. Obwohl die EU-Kommission ihre Wachstumsschätzung für 2018 aufgrund des Zollstreits aktuell auf 2,1 Prozent (Mai-Prognose: 2,3%) gesenkt hat, bleibt die Nachfrage nach Laderaum einen Monat nach Einführung der US-Strafzölle auf konstant hohem Niveau. Das dokumentiert das Transportbarometer von TimoCom, der Branchenindikator für die Entwicklung des Straßengüterverkehrs in Europa.

Gute Wirtschaftslage sorgt für Überhang an Frachtangeboten

„Die große Panik ist nicht zu beobachten, der Markt zeigt sich unbeeindruckt“, kommentiert Gunnar Gburek, Company Spokesman von TimoCom, die aktuellen Zahlen für das zweite Quartal 2018. So sorgt die anhaltend gute Wirtschaftslage der Unternehmen in Deutschland und in der Eurozone nach wie vor für einen Überhang an Frachtangeboten auf dem Transportmarkt. Ein Einfluss der US-Politik, die seit Juni Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU erhebt, zeigt sich in den letzten vier Wochen des zweiten Quartals nicht.

Im Durchschnitt standen im Zeitraum von April bis Juni 76 Frachtangebote von Nutzern Europas größter Transportplattform 24 Laderaumangeboten gegenüber. Dies entspricht exakt dem Bild, das im ersten Quartal dieses Jahres bereits auf eine überaus hohe Nachfrage nach Laderaum hinwies. „Die Kurve wird immer flacher und entwickelt sich zu einer geraden Linie“, beschreibt Gburek die konstante Entwicklung. Bis zu 750.000 Fracht- und Laderaumangebote werden täglich europaweit auf TimoCom eingestellt.

Verhältnis Fracht zu Laderaum vor zwei Jahren noch ausgeglichen Bereits im Vorjahreszeitraum bewegte sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage mit 70:30 auf einem vergleichsweise ähnlichen Niveau. Vor zwei Jahren sah das noch anders aus: 2016 präsentierte sich das Verhältnis von Frachtangeboten zu freiem Laderaum im zweiten Quartal mit 52:48 Prozent nahezu ausgeglichen.

Transportkapazitäten sind und bleiben knapp

Was bedeuten diese Zahlen für die Industrie- und Handelsunternehmen in Europa, die ihre wachsenden Gütermengen auf die Straße bringen müssen, um ihre Kunden zu bedienen? „Die vorhandenen Transportkapazitäten sind und bleiben knapp“, so Gburek. Dieser Situation ließe sich ad hoc nur damit begegnen, Leerfahrten zu vermeiden und vorhandene Ressourcen bestmöglich auszunutzen. „Insbesondere in Zeiten des Mangels müssen Stand- und Wartezeiten an den Rampen von Industrie und Handel weiter optimiert werden.“ Auch wenn die EU-Kommission ein Abwärtsrisiko in der weiteren Eskalation protektionistischer Maßnahmen durch die US-Regierung sieht, werde der Transportmarkt in der EU in den kommenden Monaten von einem Nachfrageüberhang gekennzeichnet bleiben, prognostiziert der TimoCom Spokesman.

[Quelle: www.presseportal.de]

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Unter den Überwachungszielen des BND sollen auch österreichische Speditionen sein – WKÖ-Spartenobmann Klacska fordert Klarheit über Verwendung der Daten

Die Debatte rund um die Überwachung österreichischer Telefon-, Fax- und Mobilanschlüsse sowie E-Mail-Adressen durch den deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) beschäftigt nun auch die Transportbranche. Denn Medienberichten zufolge waren eine Reihe erfolgreicher österreichischer Exporteure Ziel der Überwachungen, darunter zahlreiche Speditionen. „Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der Affäre“, sagt daher Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

 So solle Klarheit darüber geschaffen werden, auf welche Unternehmen und welche Daten aus Österreich der BND in den Jahren 1999 bis 2006 genau Zugriff hatte. „Aber auch was damit geschah, gilt es aufzuklären. Die betroffenen Unternehmen haben ein Recht darauf zu erfahren, wofür ihre Daten gebraucht und verwendet wurden“, so Klacska, der an den immer wichtiger werdenden Datenschutz erinnert. „Gerade in Zeiten, in denen der korrekte und maßvolle Umgang mit Daten immer wichtiger wird, Stichwort: DSGVO, erwarte ich mir auch entsprechende Auskunft über die Verwendung der Daten.“

[Quelle: www.ots.at]

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Nur durch eine Trennung von Fahrerkabine und Ruhezeit können die Arbeitsbedingungen für die Fahrer von Logistikunternehmen verbessert werden. Dies hatte der Europäische Gerichtshof bestätigt und damit klargestellt, dass die wöchentliche Ruhezeit nicht in der Kabine verbracht werden darf. Nun hat Italien die Sanktionen bei einem Verstoß festgelegt.

Wochenruhezeit in der Kabine ist verboten.

Deutschen Logistikern ist das Verbot schon bekannt, denn das deutsche Fahrpersonalgesetz sieht vor, dass die wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbracht werden darf. Dass dies EU-weit gilt, hatte aber zunächst der Europäische Gerichtshof im Dezember 2017 feststellen müssen. Daher stellt es einen Verstoß gegen die EU-Verordnung dar, die wöchentliche Ruhezeit im Lkw zu verbringen. Der Grund dafür ist, dass nur durch einen getrennten Ruheort die Arbeitsbedingungen für den Fahrer verbessert werden können. Da die Rechtsprechung auf einer EU-Verordnung basiert, gilt das Verbot grundsätzlich in allen europäischen Ländern. Die Verordnung regelt jedoch nicht die Frage der Sanktionen, die jedes Land in seinen nationalen Vorschriften festlegen muss.

Sanktionen werden durch Länder festgelegt.

Diese Lücke in den Sanktionen soll nun in Italien geschlossen werden, denn bisher war es Fahrern trotz Verbot praktisch möglich, ihre Ruhezeit in der Kabine zu verbringen. Es fehlten schlichtweg bisher die notwendigen Sanktionsmöglichkeiten. Um dies zu beseitigen veröffentlichte das italienische Innenministerium am 30. April ein Rundschreiben, nach dem die Kontrolleure nun endlich Richtlinien für die Verhängung von Strafen erhalten. Von nun an soll der Verstoß als unvollendete Pause behandelt werden. Dies stellt nach Artikel 174 Nr. 7 des italienischen Straßenverkehrsgesetzes einen schweren Verstoß gegen die Ruhezeiten dar. Nach den dafür in Italien vorgesehenen Bußgeldern kann dies mit einer Geldbuße zwischen 425 und 1.701 Euro geahndet werden. In Deutschland können die Bußgelder nach dem Fahrpersonalgesetz bis zu 5.000 Euro betragen. Sie liegen damit noch ein gutes Stück über dem Niveau in Italien. Spanien hingegen hat bisher keine Regelungen bezüglich der Sanktionen.

Verstöße werden doppelt bestraft.

Fahrer und damit auch das Logistikunternehmen werden in Zukunft in Italien auch doppelt sanktioniert. Neben der erheblichen Geldstrafe wird den Fahrern auch die Weiterfahrt verboten, solange er die Pause nicht richtig durchgeführt hat. Die kann noch einmal zu einem erheblichen finanziellen Aufwand und zu einem beträchtlichen Zeitverlust bei der Beförderung der Güter führen.

Noch handelt es sich bei den Vorgaben um eine Richtlinie, doch diese sollen für die Kontrolleure als Maßstab bei der Ahndung dienen. Es dürfte jedoch nicht lange dauern, bis die Richtlinien in ein Gesetz umgewandelt werden. Dann müssen sich die Kontrolleure an die Sanktionen halten und können keine Ausnahmen mehr machen.

[Quelle: www.logistik-watchblog.de]

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